Es Sindicat de Felanitx

 

 

Die Geschichte des Weins in Felanitx ist lang ... ein kurzer Abriss dazu:

... bereits in den 1880er Jahren exportierte die Gemeinde zum spanischen Festland und nach Frankreich ... dann kam die Reblaus!!! ... die den Winzern auf der Insel schwer zusetzte!

Für die steigeden Exportzahlen war eine neue Weinkellerei unumgänglich ... die Genossenschaft Es Sindicat wurde gegründet, in Zusammenrbeit mit Mestre entworfen, dem bekannten mallorquinischem Architkten Guillem Forteza ... !

 

Das imposante Gebäude war über Jahrzehnte erfolgreich ...

 

 

steht jedoch seit Anfang der 90er leer und verwahrlost ... seither verfällt das denkmalgeschützte Bauwerk zusehens! Die Inselbehörden drängten seit Jahren auf eine Enteignung des Eigentümers ... ( was dies alles auf sich hat, steht nicht in meiner Erkenntnis, da sind wohl mal wieder Korruption, Interessen und Vetternwirtschaft im Spiel ... ), nach Überlegungen eines Luxushotels ( Investoren?? Wer gibt Geld? Wer verdient gut daran? ), sieht es im Moment so aus, dass der Eigentümer enteignet wurde und die Kommune Felanitx den Gebäudekomplex "gekauft" hat! 

 

Einer der grössten zeitgenössischen Künstler Miquel Barceló, ein Felanitxer Kind, regt z.z. an, die Schirmherrschaft darüber zu übernehmen ... (!?) . Subventionen der EU lehnt er ab! Die Idee dahinter: Kunstobjekte des Künstlers dort auszustellen und einen Ort zu schaffen, die Geschichte der Weinherstellung und von Felanitx zu dokumentieren!

 

... die (Wein-) Obergedönsräte Mallorcas, haben sich inzwischen darauf geeinigt, diesen Ort ( Felanitx ) als Zentrale der Estación Enológica zu bestimmen ...  bien !

 

 

 

 

 

... nach Informationen von Diario de Mallorca, liegt bereits eine Einigung über den Kauf mit dem Eigentümer Pau Ripoll ( ... daher kommt immer noch mein Hauswein, doch dies an anderer Stelle ) über 4 Millionen € vor und soll, nach Hörensagen, auch schon vollzogen worden sein!

 

In Kooperation mit Miquel Barceló soll eine internationale Stftung gegründet bzw. private Sponsoren gefunden werden, die die 10 Millionen € aufbringen, um den Komplex zu restaurieren ... .

 

Also wir sind ja nicht blöd: das Industriedenkmal ist mehr als 3.000 Quadratmeter gross ... ich war nun dort und ohne ein Fachmann zu sein ... Hallo: da könnt ihr mal locker noch einmal das Gleiche drauf schlagen ... ganz zu schweigen von den Kosten, die dann danach kommen!

 

Immerhin, ein Anfang ist gemacht ... wir werden sehen!

 

Jedenfalls ist dieses Gebäude ein Eldorado für Freaks von Fotolocations, Events und Menschen, die einmal einen neuen Kick haben wollen! Grossartig ... eine Mischung aus Kathedrale, Fabrik und Lifestyle ... nur jedem zu empfehlen, einmal dorthin zu gehen.

... jedoch auf eigene Gefahr ... ist schon ein bisschen brüchig alles!    suerte para ti !

 

 

 

 

Ich lade Euch ein ... einzutauchen in diese wundervolle Location ... 

 

 

 

 

 

 

hier findet hier einen kurzen Film >>> 

 

 

über Kommentare, Erfahrungsberichte bzw. neue Erkenntnisse freue ich mich ...

 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Martina Weitschneider (Montag, 29 Mai 2017 09:22)

    Grossartig! Was für ein Ort und so tolle Fotos1 Ich habe auch schon darüber gelesen und mir Gedanken gemacht, was daraus denn wohl werden wird. Ich werde mal sehen, ob ich das Gebäude nicht auch einmal besuchen werde. Danke für diesen Einblick.

  • #2

    karsten rechner (Sonntag, 17 September 2017 01:56)

    Vielen Dank für diesen tollen Einstieg in eine eine Felanitxer Welt! Durch Ihre Fotos und den begleitenden Text, bin ich auch aufmerksam geworden und habe mir es angeschaut. Es wäre wirklich zu wünschen, dass daraus etwas Neues entsteht. Klasse Fotos , herzlichen dank dafür.

  • #3

    Angelika Hermichen (Samstag, 21 April 2018 18:38)

    Gut eingefangen, die besondere Atmosphäre der Räume, die Details der Architektur!
    Es wäre Felanitx zu wünschen, dass zumindest ein Teil des Gebäudes zur Nutzung durch die Bewohner von Felanitx weiter zur Verfügung steht. Es war eine Institution, die die Felanixers gemeinsam nutzten und von ihr zusammen mit den Betreibern profitierten. Geschichtsbewusstsein äussert sich auch im Respekt dieser Strukturen. Auch dies sind Entscheidungen, die die Zukunft des Ortes mitbestimmen, unabhängig von komerziellen Zielen, die auch auf andere Art befriedigt werden können.